Hab isch das in Paris gelernt?

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So Leute, ich hab da mal ein bisschen geübt – jetzt sieht das doch alles schon ganz ansehnlich aus.

Okay, schön wär’s. Es handelt sich natürlich um die traumhafte Auslage einer Patisserie mitten im Pariser Quartier Latin. Aber man wird ja mal ein wenig fantasieren dürfen.

Zurückgekehrt aus Frankreichs Törtchenwelt hatte ich natürlich sofort Lust, weiterzutrainieren und zumindest fürs erste scheint auch meine Pechsträne unterbrochen zu sein: Aus lauter Resten (übrige Kekse zu Bröselboden gequetscht, übrige Osterhasen und dunkle Kuvertüre zu Schokocreme verarbeitet) entstand eine Schoko-Ganache-Tarte, die wirklich französische Pralinenqualität hatte.

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Weil das so gut lief und mich die runden Dingerchen aus Paris nicht losgelassen haben, war der nächste Plan, sich auch mal wieder an was Kleineres zu  machen.

Die Gelegenheit kam schnell: K. hatte sich einen Abend gewünscht, an dem Hochzeitsfotos von bereits Verheirateten herumgereicht würden. Logisch, dass ich da vor den Fotos auch Essen herumgereicht habe. Und zum Dessert wollte ich Minitörtchen auffahren.

Joghurt – ich weiß eigentlich gar nicht, woher der Gedanke jetzt wieder kam. Joghurt und ich und backen, das passt ja eigentlich überhaupt nicht zusammen. Säuerlich, fettarm und nicht aus Schokolade…

Mehr Angst noch als das Produkt machte mir allerdings der Einsatz von Gelatine, der für ein Joghurttörtchen wohl nicht zu vermeiden wäre.

Ich hab mich trotzdem herangewagt und als erstes mal einen einfachen rosa Biskuitboden hergestellt. Rosa beruhigt, rosa geht immer.

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Es folgte die Herstellung der Joghurt-Crème inklusive Gelieren. Die Ansage lautete, sobald sich die Masse im Kühlschrank verfestigen würde, noch geschlagene Sahne unterzuziehen. Weil mir nicht ganz klar war, wie lange so eine Masse denn wohl braucht, bis sie stockt, habe ich das Netz befragt.

Aber noch während ich dabei war, mich in den verschiedensten Foren durch Diskussionen über zwei Stunden bis hin zu ganzen Nächten zu arbeiten, bemerkte ich zum Glück, dass meine eigene Crème bereits nach zehn Minuten Tendenzen zu einer starken Verfestigung zeigte. Der Moment, um die Sahne unterzuheben, war beinahe schon überschritten. Mit Mühe und einem kräftigen Schlag habe ich die Masse dennoch gerade so wieder glatt gekriegt und schnellstens über die auf den Biskuit gesetzten Himbeeren verteilt. Am Ende folgte eine ganz dünne Schicht ebenfalls selbst eingefärbten Tortengusses. Der französischen Optik halber.

Voilà, das Ergebnis:

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