Gebuttert, nicht gesalzen

imageLangsam wurde es ja mal Zeit, die neuen Backformen einzuweihen, die ich von der besten Schwiegermutter der Welt bekommen habe:  In Paris hatte ich mir auf ihre Kosten bei Dehillerin so einiges aussuchen dürfen, jetzt sollten insbesondere die Tarteformen mal zeigen, was sie können.

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So einiges können die! Ich bin ganz begeistert und zwar aus einem Grund: Obwohl beide Hebeböden haben, sind sie so gut wie dicht. Für mich, der ja  ganz gerne mal nicht nachdenkt und Flüssigkeiten in die Tarteform kippt, ein nicht unerheblicher Vorteil.

Für den Anfang habe ich mich an einem Lime-Cheesecake mit dunklen Beeren versucht und einem Bretonischen Butterkuchen. Letzteren habe ich seit Jahren auf der Liste der zu backenden Kuchen, nachdem ich es mal in einer dieser WDR-Kochsendungen gesehen hatte, mit Martina und Moritz. Die beiden haben mich schon immer furchtbar aufgeregt, wie sie da schnippseln und quatscheln. Ich kann aber trotzdem nicht wegschauen. Irgendwann hatte ich sogar mal ein Kochbuch zur Sendung, das ich längst wieder aussortiert habe. Keine Zugang dazu gefunden. Aber den Butterkuchen, den hatte ich nicht aus dem Gedächtnis aussortiert und endlich nachgebacken.

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Das Ergebnis war durchaus gut, viel Buttergeschmack natürlich und irgendwie karamellig. Nur hatten Martina und Moritz mir nicht hinterlassen, dass der Clou an dem Teil die salzige Butter ist – worauf mich Kollege M., der mit einer Halbfranzösin verheiratet ist und es wissen muss, freundlich hingewiesen hat. Nicht zuletzt der Gatte hat sich dann daran erinnert, dass wir so etwas schon mal beim Franzsosen zum Nachtisch hatten. Und die Erinnerung geht stark in Richtung süß und salzig. Gut, der Gatte hat eh mal wieder nichts vom Kuchen abbekommen. Ein nächster Versuch wird stattfinden.

Ansonsten gab es in letzter Zeit noch ein paar andere Kleinigkeiten: Erst waren da die Clafoutis mit allerlei Obst.

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Und dann Peanutbutter-Cookies und ein Raspberry-Cheesecake aus meinem neuesten Backbuch, „United States of Cakes“ von Roy Fares. Für den Freund amerikanischer Backkunst ein großes Vergnügen, man muss nur akzeptieren, dass Autor Roy nicht nur gute Rezepte kennt, sondern sich offensichtlich noch lieber in Szene setzt: In dem Buch gibt’s nahezu keine Seite, auf der nicht auch Roy zu sehen ist. Beim Spazierengehen, beim Joggen, beim Kuchenessen, beim Sonnenbaden, beim Crème schmieren, einfach in jeder Lebenslage. Je öfter ich durchblättere, desto faszinierender finde ich, dass am Ende noch Platz für die Backfotos war. Aber die bisherigen Ergebnisse waren gut, das muss ich Roy lassen.

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Gut, um nicht zu sagen köstlich, war auch die schnelle Gemüsetarte mit Aprikosen-Gremolata, die es kürzlich noch gab. Auch die war in der neuen, hohen Form bestens aufgehoben. Und vor allem ist die Menge an Guss, die über den Teig hinübergeschwappt ist, schön brav in der Form geblieben und nicht in den Ofen geflossen.

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2 Gedanken zu “Gebuttert, nicht gesalzen

  1. Pingback: Flagge, Flagge Kuchen | Back ihm was Gscheits

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