Knusper, knusper, Polenta

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„Schon wieder mit Zitrone…“, sagte der Gatte mit unverhohlener Enttäuschung. Was soll ich sagen? Ich weiß ja selbst nicht, was es mit mir und den Zitronen auf sich hat. Eben waren die letzten verbraucht, schon hing wieder ein Netz in der Vorratskammer. Und dabei fand ich doch, die Obst- und Fruchtsaison jetzt so lange und anständig gewürdigt zu haben, dass es ab sofort nur noch um Schokolade und Torten gehen würde.

Weil mein derzeitiges Thema aber lautet „Erst verbrauchen, dann neu kaufen“ musste also ein weiteres Zitronenkuchenrezept her. Eine der Menge an Zitronen ähnlich überdimensionierte Masse Polenta brachte mich auf den Gedanken, dass ein Kuchen aus beidem mit Sicherheit möglich ist.

Ist es.

Aber ich mach’s kurz: Das taugt nichts.

Ja, der Zitronen-Polenta-Kuchen getränkt mit Rosmarin-Sirup ist ganz anständig, der Teig ist schön fluffig und farblich hübsch gelb (Einer der Kommentatoren hat vorgeschlagen, statt der zwei Eier und zwei Eidotter drei Eier zu verwenden, die aber zu trennen und das Eiweiß als Schnee unterzuheben. Hab ich gemacht.). Aber im Grunde ist das beste am Rezept der Rosmarin-Sirup. Der Zitronengeschmack geht unter und vor allem löst sich die Polenta beim Backen einfach nicht zu hundert Prozent auf. Das heißt: Es gibt bei jedem Bissen auch noch was zum Knuspern.

Manche der begeisterten Rezepttester haben das Ganze sogar als Dessert angeboten. Also eines weiß ich sicher: Meinen Gästen würde ich das nicht anbieten.

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