Teufelspakt, mit Schokolade gezeichnet

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Volumen verringern: Immer zum Jahreswechsel drängt sich mir dieses Gefühl auf, ausmisten zu müssen. Zu viel Deko, zu viele Klamotten, zu viel von allem. Meist kommen mir diese Gedanken allerdings, wenn ich feiertagsbedingt gar nicht zu Hause bin. Sobald der Urlaub vorbei ist und ich wieder in meiner gewohnten Umgebung bin, ist das Gefühl meist nahezu verschwunden. Dieses Jahr hat es gerade noch gereicht, um ein paar nie verwendete Bambusschüsseln und eine Plätzchendose zu entsorgen, deren Deckel immer von selbst aufsprang.

Auf das Volumen wirkt sich das natürlich kaum aus, zumal durch Weihnachten auch Neues dazukommt. Wunderbare Sachen waren das dieses Jahr, darunter ein Patisserie-Set, mit dessen Hilfe Tortenböden in viele perfekte und gleichmäßige Schichten geschnitten werden können. Um dann wieder zusammengesetzt zu werden. Mit deutlich mehr Volumen.

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Als Grundlage für den ersten Test diente Roy Fares Rezept für „Devil’s chocolate food cake“. Und das ist ein wahrhaft teuflisches Ding: Schokolade satt. Im Teig Kakao, in  Mousse-Füllung und Schokobuttercrème um die 400 Gramm dunkle Schokolade – eine diabolische Köstlichkeit.

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Um dem Schoko-Schock wenigstens etwas entgegenzusetzen, habe ich zwischen zwei Schichten noch restliche Kirsch- beziehungsweise Johannisbeermarmelade untergebracht. Deren Existenz ist im Endergebnis allerdings nicht mehr wahrzunehmen. Von Schokolade ertränkt, in Schokolade untergegangen, alles ist Schokolade.

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Macht aber nichts. Mir war nur wichtig zu testen, ob das mit dem Schneiden klappt  – klappt perfekt! – und ob ich durch geschicktes Ummanteln verbergen kann, dass ich zwei unterschiedlich große Backformen verwendet habe.

Ich konnte. Im Rezept kommen drei Formen á 20 Zentimeter Durchmesser zum Einsatz – ich besitze nicht mal eine. Nicht, weil ich sie aussortiert hätte. Sondern weil 22 Zentimeter meine kleinste Einheit ist. Darunter back ich’s nicht. Überhaupt, drei Formen von einer Größe? Wo sollte ich die denn auch noch unterbringen?

Den Teig habe ich einfach auf meine 26er und 24er verteilt, alles auseinander gesäbelt und dann wieder aufeinander gestapelt. Eiweiß und Zucker für die Buttercrème (nach Swiss Meringue-Art) wurden nicht nur einfach so auf dem Wasserbad aufgeschlagen, sondern auch auf 60 Grad erhitzt, so dass das  Eiweiß pasteuriert wurde. Nach kurzer Kühlung war die Crème bestens zu verarbeiteten – mein Geburtstagstortentrauma wäre damit dann auch überwunden.

Mal abgesehen davon, dass ich einfach nicht so perfekt glatt verstreichen kann – ein Umstand, den ich demnächst doch wieder mit Fondant verbergen werde – bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Das war ausnahmsweise mal ein Projekt, das in einem Zug ohne Probleme und flüssig von Anfang bis Ende lief. Sogar die gespritzte Dekoration ist einigermaßen gleichmäßig geworden.

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Im Schnitt sieht man vielleicht das eine oder andere Loch. Sonst ist nichts schief gegangen. Da kann doch nur der Teufel die Finger im Spiel haben!?

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