Testphase

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Im Shuk von Tel Aviv habe ich mir ja etwas waaahnsinnig und ganz typisch Israelisches gekauft: Cupcake-Förmchen made in China. „So was gibt’s bei euch nicht?“ lautete die ungläubige und nicht ganz zu unrecht gestellte Frage der dortigen Verwandtschaft. Klar gibts das bei uns. Ich war einfach gerade völlig überfordert.

Weil es im Shuk so zuging? Weil alles fremdartig war? Ungewohnt?  Neu? Ach Quatsch. Nichts davon. Ich sah nach Tagen der intensiven, gastfreundlichen Überbetreuung nur endlich die erste Möglichkeit, irgendetwas einzukaufen. Und das Zeitfenster dafür, so viel stand fest, war mehr als knapp. Zwei ältere bis alte Herren mit mir im Shuk? Die würden nicht ewig warten, bis ich mich durch das komplette Sortiment eines Haushaltswarenladens gearbeitet hätte. Und oh, was hätte es für Möglichkeiten gegeben! Paradiesisch. Kuchen- und Tarteformen in allen Varianten, rund, eckig, motivig. Und allesamt Einweg!!!

FullSizeRender  Förmchen voll

Um das kurz richtig zu stellen: Ich bin gar kein Fan von Einweg-Formen. Ich liebe meine Antihaft- und sonstigen Backformen. In rund und eckig und – nein, nicht motivig. Aber es sah so toll aus. Ein Traum aus Kunststoff. Absolut verachtenswert und doch so reizvoll in seiner unfassbaren Farben- und Formenfülle.

Die Zeitnot und der Schock – beides hat dann dazu geführt, dass ich ein Päckchen Cupcake-Hüllen und ein Päckchen „Muffinblech“ gegriffen und den Rest des Tages wie einen Schatz durch die Stadt getragen habe.

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Mit dem Wegwerf-Muffinblech habe ich nun kürzlich mal begonnen, es mit Schokoteig nach einem Leila-Lindholm-Rezept befüllt und dann mit Erdnussbuttercreme nach Roy Fares garniert. Grund der Aktion war übrigens nicht nur die Form, sondern auch das neue Set mit Spritztüllen, das ich mir besorgt habe.

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Und dann konnte ich außerdem noch dieses Mehlsieb ausprobieren, das mit dem Griff, mit dem man, ritsch-ratsch, Mehl per Händedruck durchsiebt. Das, zu dem S. laut eigener Aussage eine Hassliebe hegt. Nach dem ersten Test mit Mehl konnte ich das nicht nachvollziehen, es flutschte nur so durch. „Und überhaupt“, dachte ich, „warum soll ich S. denn  glauben?“ Ich vermute zwar schon länger, dass S. heimlich eine eigene Konditorei besitzt – außer veganen (und sehr guten!) Dattel-Pralinen habe ich aber nie irgendwas von ihr gesehen. Hat S. wirklich so ein Sieb?

Nach dem zweiten Versuch glaube ich: Sie hat. Puderzucker ließ sich alles andere als durch dieses Sieb ritsch-ratschen! Ja, er war leicht klumpig. Aber das Ding hat sich überhaupt nicht mehr gerührt, der Mechanismus stand einfach solange still, bis ich den kompletten Puderzucker wieder ausgekippt habe.

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Mit den Spritztüllen kam ich dagegen a sehr gut klar. Zwar muss ich noch mehr üben, aber aus lauter Begeisterung über die vielen vielen Möglichkeiten habe ich alle Cupcakes gleich zwei- bis dreifach bespritzt. Schließlich und endlich haben einige der Törtchen auch noch einen der „essbaren Diamanten“ erhalten, die mir K. mal  geschenkt hat.

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Wie gut, dass ich jüngst zu allem Überfluss ein Set Präzisonswerkzeug von Tchibo erworben habe. Ohne das wäre es ja kaum möglich gewesen, diese Kostbarkeiten zu platzieren. Alles in allem am Ende etwas übertrieben vielleicht. Aber lustvoll.

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2 Gedanken zu “Testphase

  1. Das sieht wirklich köstlich aus!
    Das werde ich bestimmt bald testen :)!
    Ich würde mich riesig freuen, wenn du bei mir vorbei schaust :)!
    Liebe Grüße Carla!

    Gefällt mir

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