Dieser Softie

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Die Lust auf knusprigen Mürbteig steht im Raum. Also will ich knusprigen Mürbteig backen. In Form einer Nektarinen-Chili-Tarte. Das Rezept gibt’s in Annik Weckers „Göttliche Kuchen“, da sind es Pfirsiche statt Nektarinen. Und obwohl ich aus dem Buch schon viel ausprobiert und insbesondere mit dem Mürbteig gute Erfahrungen gemacht habe, will ich mal wieder experimentieren. Einen Teil der Butter durch Kokosfett ersetzt, so hatte ich irgendwo gelesen, würde den Teig besonders knusprig werden lassen. Was mich zurück zum Anfang bringt: Die Lust auf knusprigen Mürbteig steht im Raum.

Ich weiß ja auch ganz gut über Mürbteig Bescheid und reime mir zusammen, dass die kalten Butterflöckchen nachher für das Aufblättern des Teigs und eben das Mürbe verantwortlich sind. Nicht zu lang kneten, damit er nicht zäh wird; schön im Kühlschrank ruhen lassen, blablabla… Ich habe mich da trotzdem nicht immer so ganz dran gehalten, auch, weil ein Koch mir mal gesagt hat: Alles Quatsch. Wenn man den Teig lange genug durchkühlt, gibt es kein Problem.

Wo kein Problem ist, kann man sich natürlich eines machen.

Zum Beispiel, indem man trotz gewisser Ahnung über physikalisch-chemische Prozesse das Kokosfett schmilzt und – abgekühlt wohlgemerkt – in den Teig einarbeitet. Schließlich: Kokosfett ist ganz schön hart. Wie soll es sich denn sonst geschmeidig mit den anderen Zutaten verbinden?

Das miteinander Verbinden klappt dann auch wunderbar. Nur macht meine Methode aus einer Mürbteigmasse eine Rührteigmasse. Die bekommt zwar im Kühlschrank über Nacht ein bisschen Festigkeit, erreicht aber nie wieder eine Konsistenz, die man irgendwie ausrollen könnte.

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Nach der Zugabe von Mehl ist es mir trotzdem gerade so gelungen, die Tarteform auszukleiden und das Ganze ohne größeres Abrutschen und unter Aufwendung sämtlicher Hülsenfrucht-Vorräte vorzubacken. Sogar einen Deckel habe ich noch draufbekommen.

Wobei ich hier mal zeigen möchte, was mir eigentlich vorschwebte:

Bildschirmfoto 2016-06-12 um 19.26.09
Sieht gut aus? Hatte ich kürzlich auf Feedfeed.info entdeckt, genauer gesagt hier. Seitdem wollte ich kreativer mit meinen Tarte-Deckeln werden.

Und jetzt mal, was bei mir rauskam:

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Mmhjoah, technisch ist da noch Luft nach oben, würde ich sagen.

Mehr als dicke Würste waren aus dem breiigen Teig aber einfach nicht zu formen, an Teigstreifen war überhaupt nicht denken, geschweige denn ans Ausstechen von dekorativen Elementen.

Am Ende hat sich der ganze Aufwand noch nicht mal gelohnt. Denn kaum versuche ich, ein erstes Stück herausschneiden, zeigt sich : Der Teig hat auch gebacken nicht den Hauch von etwas Mürbem an sich. Im Gegenteil: Große Teile haben sich einfach zurückverwandelt in die softe Ausgangskonsistenz.

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Ich sags ja immer: Keine Experimente. Frage mich nur, warum ich mich nie dran halte?

Ein Gedanke zu “Dieser Softie

  1. Das sieht wirklich köstlich aus!
    Das werde ich bestimmt bald testen :)!
    Ich würde mich riesig freuen, wenn du bei mir vorbei schaust :)!
    Liebe Grüße Carla!

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