Der Blätterteig-Kampf

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Also eigentlich bin ich immer noch der Meinung: Es HÄTTE funktionieren können. Meine Stiele für Cake Pops HÄTTEN ofenfest sein können. Es GIBT Kunststoff, der hitzebeständig ist!

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Okay, aber sie waren es halt nicht.

Ihren ursprünglichen Zweck hätten sie am Ende sowieso nicht erfüllt. Ob am Stäbchen oder auf dem Teller. Ich hatte mir da, und das ist das eigentlich Unglückliche an der Geschichte, einen kleine Mission aufgegeben und bin kläglich gescheitert.

Ich muss kurz ausholen: In unregelmäßigen Abständen treffen sich in unserem Wohnzimmer ein paar Freunde des Horror- und Gruselfilm-Genres zum gemeinsamen Fürchten. Und vielleicht auch Amüsieren – ich höre sie  nämlich erstaunlich oft laut lachen dabei. (Überspielen sie da vielleicht ihre Angst?) Dass ich sie nur akustisch wahrnehme, erklärt zugleich, dass ich selbst nicht zu den Freunden dieses Genres gehöre. Meine durchaus selbst gewählte Aufgabe an diesen Abenden liegt darin, für ein warmes Essen zu sorgen. Mal vor den Filmen, mal dazwischen.

(Vielleicht zur Erheiterung hier noch einmal ein, zwei Fotos…? )

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Dieses Essen kommt auch immer sehr gut an und wird von allen Seiten wortreich gelobt. Dann erheben sich alle vom Tisch, verlangen mehrere Schalen und Schälchen, um diese randvoll mit mitgebrachten Chips, Gummibärchen und allerlei anderem Knabberkram zu machen. Und ich, den Geschmack meines eigenen Essens noch in der Mundhöhle, frage mich heimlich und stets ein ganz kleines bisschen gekränkt, warum man übergangslos zum Kunstprodukt greifen muss, so satt und gefüllt.

Ja, ich kenne das Argument: Zum Filmabend gehören unbedingt diese Schüsseln dazu. Aber ist das ein vorgeschriebenes Gesetz?

Dieses Mal wollte ich die  Sache wenigstens steuern. Um den ersten Film zu begleiten und den Hunger bis zum Essen danach nicht zu groß werden zu lassen, sollten also herzhafte Cake Pops gereicht werden. Als eine Art Vorspeise, die das Öffnen der Tüten vielleicht unnötig machen würde.

Nur, nun ja, man sah es ja bereits:

imageWobei ich dieses Unglück wie erwähnt sogar einkalkuliert hatte. Woran ich am Ende – wieder – gescheitert bin, war die schnelle Herstellung. Ich vergesse es immer wieder: Nichts, was irgendwie mit Cake Pops und Verwandten zu tun hat, geht schnell. Ausstechen, füllen, bepinseln, zuklappen, festdrücken, bepinseln!

Ich war zu langsam.

Die Chips längst offen, während ich die verschmorten Stäbe zog.

Die Schalen gefüllt.

Nicht, dass meine Teilchen nicht auch mit viel Lob und Ah und Mmh entgegen genommen wurden. Lerne jedoch: Mit Chutney gefüllte Blätterteigstückchen können im Kampf gegen das Knabbergesetz nicht gewinnen.

Aber hübsch sind sie, auch ohne Stiel!

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Ein Gedanke zu “Der Blätterteig-Kampf

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