Täglich Brot

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Angenommen, du bekommst eines Tages Schmerzen im Kopf und rote Flecken im Gesicht; angenommen, man verordnet dir daraufhin viel Ruhe und ja keinen Stress; angenommen, die Flecken im Gesicht entwickeln sich derart, dass dein Bedürfnis, dich damit in der Öffentlichkeit, und sei es nur in der Bäckerei nebenan zu zeigen, gegen Null geht.Angenommen, du wirst vom Ehemann recht liebevoll Streuselkuchen genannt und bekommst mehr und mehr ein gewisses Verständnis dafür, warum sich das Phantom der Oper diese komische halbe Maske aufsetzt.

Dann, ja dann endlich ist die Zeit gekommen, diese Brotbackmischung zu verarbeiten, die du seit Monaten in der Küche stehen hast. Weil sie irgendwann einmal in der Foodist-Kiste war, du allerdings lieber Kuchen anstatt Brot backst.

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Du reißt sechs Tütchen auf, lässt den Inhalt mit Wasser von der Küchenmaschine heftig verkneten, legst nicht dich selbst in die Sonne, sondern den Hefeteig, schiebst ihn dann in den Ofen – und du hast Brot.

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Vielleicht nicht das ultimativ beste Brot, das du je gegessen hast. Aber mit etwas Ei, Zucchini und Radieschen durchaus nicht zu verachten und definitiv einfacher, als sich für den Gang nach draußen diese Phantommaske zu basteln.

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