Muskat(er)stimmung

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Über meinen Vorrat an Muskatnüssen habe ich mir wahrscheinlich noch nie Gedanken gemacht. Und wenn, dann vielleicht das letzte Mal vor etwa 5 Jahren: Damals habe ich mir von einer „Spicetour“ auf der wunderbaren Insel Sansibar ein ganzes Beutelchen mitgebracht, praktisch direkt vom Baum. Und ein ganzes Beutelchen Muskatnüsse – der reicht gefühlt fürs Leben.

Nun ergab sich am vergangenen Wochenende, dass ich mich so ziemlich einmal quer durch „Meine bayerische Küche“ von Alfons Schuhbeck gekocht habe. Und schon beim Vorbereiten des Desserts  – Zwetschgenknödel mit Vanilleeis – wurde klar: Diese Kartoffelteigmasse wird wohl ohne Muskat auskommen müssen: Das Beutelchen war leer! Aus der Muskatreibe kam gerade noch ein Hauch von Puder.

Nun weiß ja, wer das eine oder andere Mal nach Schuhbecks Rezepten gekocht hat, dass Ingwer, Knoblauch und Zitrusfrüchte immer bereitliegen sollten. Was mir aber nicht klar war: Ohne Muskatnuss geht praktisch gar nichts.

Oder doch? Schlutzkrapfen, Rinderbraten und Zwetschenknödel habe ich jedenfalls erfolgreich ohne jede Spur von Muskat auf den Tisch gebracht. Auch das Selleriepüree am folgenden Abend wurde ohne den Abrieb zum echten Erlebnis. Schließlich habe ich mich dann wieder dem Backen zugewendet und musste feststellen: Selbst das amerikanische Cinnamon-Pull-Apart-Bread schreit nach nutmeg und wird es nicht bekommen.

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Seltsam nur eines: Wann braucht man eigentlich an zwei, drei Tagen so viel Muskatnuss?

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Und löst die totale Abwesenheit vielleicht ein ganz starkes Bedürfnis danach aus? Denn beim sechsten Projekt des Wochenendes, einer Eigenkreation für herzhafte Hefeschnecken, ertappte ich mich schließlich bei dem Gedanken: „Ein bisschen Muskatnuss würde der Quark-Gemüse-Füllung jetzt wirklich gut tun…“

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Auch die grünen Schnecken sind am Ende ganz und gar ohne ausgekommen.

Was mich wiederum ernsthaft darüber nachdenken lässt, ob ich den Vorrat überhaupt je wieder auffüllen werde.

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