Das macht dann Zwei-Törtchen-Fünfzig

 

Die Kinder von J. haben sich auf einen Handel mit mir eingelassen: Sie putzen mein verdrecktes Fahrrad, ich backe ihnen etwas zur Bezahlung. Das heißt, eigentlich hatten sie die Wahl. Ich hätte auch bares Geld für die Arbeit bezahlt, aber weil ich weiß, dass J.s Kinder von ihren Eltern früh an die Freuden und Genüsse von gutem Essen herangeführt wurden, habe ich ihnen auch die Währung „Gebackenes“ angeboten. Und sie haben sich für Gebackenes entschieden. Tolle Kinder!

Ihrem Wunsch nachkommend sollten es Cupcakes werden. Ich vermute ja, dass die Erinnerung an die Käsekuchen-Muffins bei der Entscheidung eine nicht ganz unwesentliche Rolle gespielt haben könnten – und die fand ich selbst ja auch allerliebst. Auf jeden Fall war wohl wichtig, dass das Gebäck ein Topping hat. Und weil das eine Kind eher dunkel, das andere eher hell bevorzugt, hatte ich mir vorgenommen, eine Art Marmorkuchen-Muffin als Basis zu backen. Dass neben der cremigen Haube dann auch noch ein Innenleben dazukommen sollte, war wiederum meinem lang gehegten Plan geschuldet, mal gefüllte Cupcakes zu machen. Stuff it – gefüllt ist doch nie verkehrt.

Die Sache mit den zweierlei Farben hat in der Umsetzung leider nicht ganz so exakt funktioniert, die sehr flüssigen Teige sind einfach zu schnell ineinandergelaufen. Aber einen Kegel rausschneiden und nach dem Befüllen mit Himbeerpüree wieder als Deckel aufsetzen – das hat funktioniert!

Auch mit dem Frischkäse-Schokotopping war ich zufrieden. Eine interessante Erfahrung, nebenbei gesagt: Mein Freund, der Cake Boss, schreibt in seinem Backbuch über dieses Topping, dass es im Kühlschrank sehr, sehr hart werden würde. Komischerweise war meines gerade so zum Spritzen gut… Okay, lag vielleicht an der Schokolade, die ich dem Rezept eigenmächtig zugefügt habe.

Und am besten ist, dass J. so schöne Fotos gemacht hat! Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich mir noch ein paar andere Aufgaben für ihre Kids ausdenken werde und dann immer in Kuchen bezahle. Zwar hatte mir, kurz nachdem die Abmachung schon stand, K.s Mann leicht empört gesagt, dass er das Fahrrad ja umsonst geputzt hätte!  Er putzt sie nämlich gern, die Fahrräder! Aber erstens hätte ich mit so einer Leidenschaft niemals gerechnet, zweitens hatte ich wie gesagt schon einen Deal. Von dem ich ja wohl am Ende doppelt profitiere: Sauberes Rad und endlich mal schöne Bilder von einer echten Kaffeetafel!

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