Keks-Fango

„Na, wie geht’s dir?“ hatte H. am Telefon gefragt. „Oach ja…,“ hatte ich geantwortet. „Stress…“ Und mich noch in der gleichen Sekunde darüber geärgert. Stress! Was für eine dämliche Antwort . Natürlich habe ich zurzeit viel zu tun. Natürlich, im Herbst ist immer viel zu tun. Aber dieses Seufzen und Jammern – das will doch keiner hören! Will ich nicht von anderen hören. Wollen die nicht von mir. Stress! Meine Güte, ist ja nicht so, dass ich keine Freizeit mehr hätte. Völlig zurecht hat H. auf diesen Aussetzer entgegnet: „Aber du hast doch so ein schönes Hobby, das muss doch für Entspannung sorgen…!?“ Womit er natürlich absolut recht hat.

Stress – backen – entspannen: Aus dem Dreiklang wollte ich also gleich ein Dreierlei von Cookies machen. Eines der jüngsten Rezepte von „Törtchen – Made in Berlin“ hatte ich mir sowieso gerade gebookmarked. Cookies mit Kinderriegel finde ich sehr interessant! Obwohl ich das Gefühl gar nicht kenne, „zu viele Kinderriegel gekauft“ zu haben – ich kauf nämlich nie welche. Aber ich kann mir gut vorstellen, sie zu verbacken.

Bei der Vorstellung ist es vorerst allerdings geblieben, obwohl die Packung jetzt doch daheim steht – sorry, Nina! Wird nachgereicht. Es ist nur so, dass ich ja dreierlei Cookies backen wollte und wenn ich das umgesetzt hätte, dann wäre es doch wieder nichts mit der Entspannung geworden.

Am Ende war die Nacht nämlich schon recht weit fortgeschritten, aber erst zwei Sorten fertiggestellt: Für die wiederum habe ich mich bei „Bake to the roots“ bedient, wo es so viele Cookie-Rezepte gibt, dass immer was zu finden ist. Die Entscheidung fiel auf etwas Herzhaftes – Parmesan Rosmarin Cookies, auch erst kürzlich in meinen Bookmarks abgespeichert – und was Süßes: Aus den Double Chocolate Coconut Cookies mit Nutella wurden bei mir allerdings Double Chocolate Cookies mit Pistaziencreme – auch Nutella kommt mir ja nicht ins Haus. Die Pistaziencreme hat sich als würdiger Ersatz erwiesen. Nur optisch führt sie mehr in die Richtung Schoko mit Schlamm.

Schlamm – da muss ich doch gleich an meinen Vater denken, der sich gerade in Italien in irgendwelchen Fango-Packungen suhlt. Soll ja angeblich auch sehr entspannen. Aber ich bleib bei Keksen. Zwischen den Krümeln fühl ich mich jetzt schon wohler und wohler…

4 Gedanken zu “Keks-Fango

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