Relativitäts-Praxis

„Bald ist Niko-la-haus-Aa-bend daaaa…“ – Der Ehemann sagt ja immer, der Begriff „bald“ sei relativ und summt diese Zeilen manchmal schon deutlich früher als im Oktober. Aber jetzt muss man ja mal feststellen: In ziemlich genau acht Wochen beginnt die Adventszeit. Und ich bin dieses Jahr bestens darauf vorbereitet. Weil ich eine Art Probelauf mit dreierlei Cookies und Keksen hinter mir habe. Nicht als Probelauf geplant zwar, aber durchaus erfolgreich. Das beste daran: Ein Großteil der übrig gebliebenen Zutaten vom vergangenen Jahr ist jetzt auch endlich weg.

Darunter unter anderem ein Plätzchenteig, der dermaßen überdimensioniert war, dass ich 2016 nur die Hälfte davon verbacken und die andere eingefroren hatte. Fast ein Jahr lang ist mir der eingeschweißte Klumpen jetzt immer wieder entgegen gekommen, wann immer ich das Gefrierfach geöffnet habe.

Aber das hat ein Ende: Ich habe ihn ausgerollt, als Platte gebacken, in zwei Hälften geteilt, den noch heißen Teig mit kürzlich selbst hergestelltem Quittengelee bepinselt und die zwei Hälften aufeinander gelegt. In Schnittchen geschnitten und mit Schokoganache dekoriert. Ich nenne das Ergebnis – Achtung – Quittenschnitten.

Jede Menge gemahlene Haselnüsse und ebenfalls selbstgemachtes Johannisbeergelee sind dann in die Brüssler Spitzen gewandert, die ja eigentlich eher ein Kuchen sind, aber in ihrer Streifenform doch auch schon an Weihnachten erinnern.

Nicht zuletzt natürlich durch den heftigen Zuckerguss, den ich ihnen verpasst habe: Eigentlich schwebte mir ein Hauch von Rosa vor, das sich allein durch die Zugabe von Kirschrum nicht einstellte. Nach Zugabe von einem gaaaanz klein wenig Lebensmittelfarbe sieht es nicht mehr nach Hauch aus. Eher nach Orkan. Aber schick! (Das Rezept stammt übrigens aus einem der Bücher dieses backenden Mannes.)

 

Und dann sollte ja auch endlich die schon seit Wochen herumstehenden Kinderriegel weg, die ich auf Anregung von Nina gekauft hatte. Erst, als ich die Riegel ausgewickelt und dabei mal aus meinem Küchenfenster geschaut habe , ist mir aufgefallen, dass ich vielleicht öfter mit Ferrero-Produkten arbeiten sollte:

  

Sind aber nicht gesponsert, die Cookies! Etwas groß sind sie mir vielleicht geraten, sie laufen beim Backen ziemlich auseinander.

Dafür war obendrauf genug Platz, um auch noch übrige weiße Kuvertüre und die restlichen Schokoriegel  loszuwerden. Fläche hat auch was für sich. Also, wegen mir kann Weihnachten kommen.

 

Ein Gedanke zu “Relativitäts-Praxis

  1. Pingback: The last Chocolate | Back ihm was Gscheits

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