Sahnige Gelassenheit

Kann denn das Jahr zur Neige gehen, ohne dass ich mich meinem alljährlichen Weihnachtsthema „Karamell“ hingegeben habe? Eher nicht. Die Bonbon-Wachspapiere liegen seit vergangenem Dezember in der Schublade und warten auf Inhalt – also ran an den Zucker!

Ich will’s kurz machen: Von zwei Rezepten ist es mir immerhin mit einem gelungen, etwas ins Papier zu wickeln. Zum ersten Mal! Die Zeiten des Karamell-Aufstrichs, der ein Bonbon sein sollte, könnten vorbei sein!

Gut, ich konnte die Salzkaramell-Spiralen so oft um sich selbst drehen, wie ich wollte – am Ende fielen sie immer wieder zu flachen Fladen zusammen. Aaaber Fladen bleiben sie! Uuund sie lassen sich in Bonbonpapier einschlagen. (Was übrigens schwieriger ist, als ich dachte.) Uuund sie schmecken, wie Salzkaramell-Spiralen oder -Bonbons eben schmecken sollen.

Im Zuge meiner neuen Gelassenheit Kleinteiligem gegenüber habe ich einen Teil der Charge sogar gnadenlos noch einmal in zwei Teile geschnitten, um die Stückchen besser einwickeln zu können. Was soll’s? Wenn’s sowieso keine Spiralen sind, können’s am Ende auch kleinere Häppchen werden.

Das zweite Rezept, die Karamell-Happen mit Nüssen – die üben wir dann nochmal. Wider besseren Wissens habe ich den Topf zu lange unbeaufsichtigt und die Masse ungerührt gelassen: Da war sie dann recht schwarz und roch ziemlich streng…

Dafür habe ich bei den Chokladbollar doch noch einmal meinen Ehrgeiz freigelassen und mir Mühe gegeben, einigermaßen gleichmäßige Bällchen zu rollen. Nicht, ohne mich daran zu erinnern, dass sich im Plätzchenbackkurs der eine oder andere darüber amüsierte, wenn Leute ihre Plätzchen oder Cookies mit dem Eisportionierer abstechen. Ich gehöre aber zu diesen Leuten! Und ich steh da drauf! Ich hab sogar einen extra kleinen Portionierer angeschafft für solche Fälle.

Weil’s halt doch schön aussieht, wenn Bollen halbwegs gleich groß rumbollern. Und sie passen dann auch alle ohne Probleme in ihre Förmchen. (Sowohl die mit Kokosflocken als auch die mit Zuckerperlen dekorierten – es soll ja Menschen geben, die keinen Kokos mögen.)

Statt der im Rezept geforderten zarten Haferflocken als Basis habe ich übrigens einfach eine Packung Porridge aufgemacht.

Also haben meine Bollar zwischen Zucker, Kakao und Butter auch noch einen Hauch von Aprikose. Aber etwas Frucht ist ja eigentlich nie verkehrt.

Darauf jetzt ein Gläschen Engelchen-Likör. Auch eine sehr süße, und zudem sahnige Angelegenheit.

Aber zur Zeit ist ja alles irgendwie süß und sahnig. Und das muss es auch!

2 Gedanken zu “Sahnige Gelassenheit

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