Mürbteig für Millionen

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Wie oft muss ich eigentlich Fehler machen, bevor die Lernkurve nach oben geht? Einmal reicht offenbar jedenfalls nicht. Anders lässt sich ja kaum erklären, dass ich bereits zum zweiten Mal einen Mürbteig in doppelter Menge hergestellt habe – in doppelter Menge herstellen musste, um präzise zu sein. Denn hätte ich das Rezept nicht verdoppelt, hätte ich lediglich eine Schüssel voll sandiger Krümel gehabt.    img_4439

Wie’s kam? Aus dem vorweihnachtlichen Plätzchenbackkurs habe ich ein Rezept für einen sogenannten 1-2-3-Knetteig mitgebracht. 300 Gramm Mehl, 200 Gramm Butter und 100 Gramm Zucker, fertig ist der Mürbteig.

Nur, dass es mir jetzt bereits zum zweiten Mal gelungen ist, die Angaben von Zucker und Butter zu verdrehen. Wahrscheinlich konzentriere ich mich nicht richtig. Ist ja so simpel.

Erst beim Verkneten kam immer das große Wundern. Warum tut sich da nichts? Warum ist das alles so trocken? Klar, mit 100 Gramm Butter lassen sich keine 200 Gramm Zucker plus Mehl binden. Wer aber schon 200 Gramm Zucker in der Schüssel hat, der muss dann wohl oder übel auch den Fettanteil auf 400 erhöhen.

Liege ich da jetzt richtig? Selbst bei der Nacherzählung fühle ich mich etwas unsicher. Am Ende gab es jedenfalls jeweils einen großen Klumpen Teig, der in einer Hälfte und zwei Vierteln im Gefrierfach lagerte.

Der größere Teil des zweiten Missmessens wartet dort weiterhin auf seine Verarbeitung. Ein Viertel hatte ich jüngst immerhin als Unterlage dieser Minitarte verwendet.

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Jetzt war das zweite Viertel dran.

Das kann sich nun mit Fug und Recht einreihen in die Serie Erdnussbutter-Wahn.

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Auf meinen vorgebackenen Schokomürbteig (Einen Teil des Mehls hatte ich in dieser Charge durch Kakao ersetzt.) kam zunächst eine dünne Schicht Marmelade. Darauf ein Peanut-Butter-Frosting und ein Schokoguss nach diesen Angaben hier.

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Nach dieser Nummer bin ich jetzt sehr zuversichtlich, dass ich auch den dritten und größten Teil noch verarbeitet bekomme. Und dann wird neu produziert. Vielleicht sogar gleich absichtlich in doppelter Menge, der Vorratshaltung wegen. Wie viel Butter brauche ich dann gleich nochmal? Ach, ich nehm‘ gleich ein Kilo!

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