Ei(ns) auf die Haube

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Dass ich den Einsatz von Eiern in Rezepten gut finde, habe ich ja kürzlich schon verdeutlicht. Bei diesem Luisenkuchen mit Aprikosen und Kokos war der Verbrauch am Ende doch ziemlich übertrieben: Zehn Eier, um eine Baiserhaube herzustellen?

Das Rezept aus – Überraschung! – Ottolenghis „Sweet“ verlangt allerdings gar nicht so viele Eier. Vier hätten es sein sollen, wenn ich mich recht erinnere. Vier getrennte Eier. Eigelb für den Teig, Eiweiß für die Haube.

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Nur, dass sich meine Eier nicht trennen ließen.

Klar, manchmal kommt es beim Aufschlagen zu etwas Schwund. Das kann passieren. Ich hatte allerdings eine seltsame Charge Bioeier erwischt, bei denen das Eigelb immer innen an der Schale kleben blieb. Es schien eine irgendwie geartete Verbindung zur inneren Wand zu haben. Als ob ein etwaiges späteres Küken schon jetzt mit aller Kraft versuchte, in der warmen Schale zu bleiben. Bei einem zuvor hartgekochten Frühstücksei war es mir schon aufgefallen. Wobei es mir da herzlich egal war.

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Bei den sechs sinnlos aufgeschlagenen Eiern, bei denen trotz aller Vor- und Umsicht doch jedesmal der Dotter erst innen kleben blieb, um dann zu zerreißen und als eine Soße mit dem Eiweiß in der Schüssel zu landen, war’s mir nicht mehr egal. (In den folgenden Tagen gab es öfter mal kalten Pfannkuchen. Allerdings auch nicht übel.)

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Ich musste glatt mitten in der Arbeit unterbrechen und neue Eier einkaufen gehen. Aus der nächsten Packung kamen dann zum Glück wieder normal trennbare Bestandteile. Und der Luisenkuchen – ein Gedicht mit Haube!

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