Die Schwemme der Schwämme

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Nach der Quarkschwemme folgte die Apfelschwemme. Plötzlich waren sie im Haus, Äpfel über Äpfel. Ich habe sie nicht komplett abgewogen, kann aber sagen, dass ich bis jetzt etwa 4 Kilo davon verarbeitet habe. Und es macht nicht den Eindruck, als wäre schon irgendwas weggekommen davon.

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Um der Sache Herr zu werden und weil auch noch vom Quark was da war, habe ich mal mit einem etwas improvisierten Apfel-Quarkbrot angefangen. Das Quarkbrot hatte ich zuvor schon mal ausprobiert, wo das Rezept herstammt, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr.

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Aber im Grunde galt es, 500 Gramm Mehl und eine Packung Magerquark zusammenzurühren. In das erste Teil hatte ich noch ein paar Gewürze reingemischt, hauptsächlich Thymian. Nummer zwei habe ich dann wie gesagt versucht, mit geriebenen Äpfeln aufzupeppen. Das ist optisch gut gelungen. Geschmacklich nur so semi.

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Irgendwie war es nicht süß und apfelig genug. Ärgerlich, angesichts der Tatsache, dass ja noch genug Äpfel rumstehen. Nachdem etwa die Hälfte aufgebraucht war, habe ich beschlossen, den Rest einzufrieren und für eines meiner beliebten Auflauf-Desserts zu verwenden. Als Basis eines solchen Ofenpuddings erscheint es mir ganz brauchbar.

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In der Folge wurden dann hergestellt: Der altbewährte Apfelkuchen mit Ricotta.

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An dem war wenig zu meckern.

Als nächstes entstanden zwei Gläser Apfelmus, die ich auf Wunsch des Mannes gekocht habe.

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Es folgte die schliche Entsaftung eines weiteren Kilos und schließlich ein Waldviertler Apfel-Mohnkuchen aus dem Zauner’schen Backbuch.

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Allerdings muss gestanden werden: Die verwendeten Äpfel dafür stammen aus dem Supermarkt, nicht aus der Schale, die im Wohnzimmer steht. Nach Kuchen, Mus, Saft und dem Verzehr einiger Äpfel im puren Zustand, haben der Mann und ich uns vorsichtig gestanden, dass diese Äpfel eher nicht der Knaller sind. Wir wissen ja gar nicht, welche Sorte uns da eigentlich ins Haus gekommen ist. Aber fest steht: Sie hat eine irgendwie gummiartige Konsistenz. Schwammig. Elastisch, um es freundlicher zu sagen.

Im Apfelbrot und in geriebenem Zustand fiel das nicht weiter auf. Im Rührkuchen konnte man es irgendwie noch ignorieren. Beim Mus einkochen wurde es dann aber schon seltsam, weil die wirklich klein geschnittenen Apfelstücke so gar nicht von selbst verkochen und zerfallen wollten. Am Ende mussten der Mixstab und viel Muskelkraft helfen. (Der Saft schließlich war einfach nur viel zu süß.)

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Inzwischen hatte ich aber doch beschlossen, als nächstes diesen Mohnkuchen mit Apfel backen zu wollen. Drei, vier Äpfel der Sorte Elster aus dem nahen Einzelhandel – und die Sache war erledigt.

Die restlichen Elasto-Äpfel verströmen jetzt immerhin noch ganz angenehmen Raumduft im Wohnzimmer. Dafür braucht es keine besondere Konsistenz. Nur Kompetenz.

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