Urlaub am Ofen

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Es hat eine Weile gedauert, bis ich es kapiert habe: Urlaub zuhause heißt nicht nur viel Zeit, um backen zu können. Urlaub zuhause heißt auch, endlich mal das backen zu können, wofür sonst nie Zeit ist. Bis ich’s verstanden hatte, war allerdings schon wieder so viel Zeit vom Urlaub abgelaufen, dass die Liste nur geringfügig kleiner geworden ist. Aber produktiv waren sie, diese rund zehn Tage.

Ob ich die Reihenfolge noch zusammenbekomme? Eher nicht. Aber das spielt ja auch keine große Rolle. Ziemlich zu Anfang des Urlaubs jedenfalls, so viel weiß ich noch, war ein Karottenkuchen dran. Den hatte ich nach dem jüngsten Zucchiniwerk schon geplant, hauptsächlich, weil ich vermutete, dass das Karamell-Topping auch zu Karotte gut passen würde.

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Hat es auch. Dabei möge man geflissentlich übersehen, dass mir der Rührteig etwas klitschig geraten ist. Mitsamt der Haube und mit einer Schicht Aprikosenmarmelade in der Mitte war es trotzdem eine gute Sache. Und ja: Mein homemade Karamell ist endlich endlich endlich aufgebraucht!

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Weil ich derzeit außerdem öfter mal große Mengen benötige – oder sagen wir so: Weil es die momentane Situation erlaubt, eine größere Anzahl von Menschen in meinem Umfeld mit Kuchen zu erfreuen, habe ich mich dann wieder mal erweichen lassen, den beliebten Double Crumble zu servieren. Aber nicht mit Aprikose, sondern mit Zwetschgen und Zwetschgenaufstrich. Wie wir wissen, ist das Rezept ja sehr wandelbar.

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Zwischendurch gab es Cookies, für die ich wieder mal wieder in den USA bedient habe. Allerdings abgewandelt: Mangels Reese’s Peanut Butter Cups habe ich einfach alles mögliche an karamell- und erdnussbutterhaltigem Kram eingebaut, der im Süßwarenregal zu finden war.

Ganz interessant daran übrigens das Tütchen Puddingpulver, das in den Teig kommt. Jocelyn schreibt, dass die Cookies dadurch so weich bleiben. Ob es wirklich davon kommt? Keine Ahnung. Aber sie sind definitiv weich geblieben.

Bald darauf entstanden improvisierte Makronen mit Mandeln und Kokos – da waren Eiweiße übrig.

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Machte sich ganz gut gemeinsam:

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Und das übrige Eiweiß, das war wiederum ein Rest von der Herstellung der Marillenknödel, die ich immer schon mal machen wollte. Ich habe mich für ein Rezept mit Quarkteig entschieden und natürlich hatte ich keine echten Marillen, sondern nur französische Aprikosen – aber die waren wirklich ein Gedicht!

Klar, Marillenknödel sind natürlich gar nichts Gebackenes. Aber süß. Und Dessert. Und geil.

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Zu spät ist mir eingefallen, dass zur Deko noch was Grünes auf den Teller gehört hätte. Aber ich hätte sowieso nur Schnittlauch gehabt. Der hätte es jetzt auch nicht rausgerissen.

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Dafür war Vanilleeis im Haus. Also vergessen wir das Grün.

So ganz nebenher habe ich auch endlich eine Foccacia in den Ofen geschoben, was nicht weiter schwer war, aber ein bisschen enttäuschend.

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Ja, schon ganz schön, so ein frisches brotiges Etwas als Beilage. Aber der Aufwand für den Hefeteig wieder? Das mach‘ ich in Zukunft mit Sicherheit auch nicht nach einem normalen Arbeitstag.

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Wenn schon Hefe, dann doch lieber Schnecken, in diesem Fall mit Nussfüllung. Leider habe ich die am Ende so mit Guss zugekippt, dass man ihre wahre Schönheit gar nicht mehr erkennt. Waren aber fluffig, wie sie sollten! (Im Gegensatz zu einem missratenen süßen Tortano, der außen traumhaft aussah, innen aber komplett roh geblieben war. Hefe und ich…)

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Was fehlt noch? Ach, in der inzwischen eingetroffen neuen „Sweet Dreams“ fanden sich jede Menge Tartes, darunter eine, für die man ein Brombeercurd kochen musste. Kann ich empfehlen, das fliederfarbene Curd! Ich habe mich aber ansonsten vom Rezept gelöst, einen noch eingefrorenen Schokoknetteig als Boden verwendet, mit dem Brombeercurd bestrichen und das Ganze mit einer Milchschokoladen-Ganache übergossen.

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Das war ebenfalls ein Highlight. Die Kombi aus Frucht und Schokolade – sensationell!

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Und so hübsch!

Den Abschluss musste dann schließlich mal wieder etwas aus Ottolenghis „Sweet“ bilden, ich hatte noch Bedarf für Käsekuchen.

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Der ist – wie bisher alles aus diesem Buch – einmalig geraten. Mein Urlaub ist vorbei, ein Stück davon steht aber noch vor mir. Käsekuchen wird ja auch immer besser mit jedem Tag. Und darum gönne ich mir jetzt ein Gäbelchen. Oder zwei…

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Ein Gedanke zu “Urlaub am Ofen

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