Drin ist, was raus muss

„Da gibt es solche und solche“, sage ich zum Mann, dessen Reaktion auf einen Rührkuchen mit Kokos nicht sonderlich begeistert ausfällt.

„Dann ist das wohl eher ein solcher“, meint er – und damit ist eigentlich auch fast alles gesagt.

Ein bisschen unfair vielleicht, dieses schlichte verbale Abwatschen. Aber wir haben in jüngster Zeit so viele so gute Kuchen gehabt – da konnte der einfache Rührteig aus der aktuellen „Sweet“ einfach nicht mithalten. Trotz Kokosraspeln im Teig. Trotz Limettensaft. Trotz von mir improvisierter Haube mit Kokos-Flakes.

Die ganzen Kokos-Gedönse waren überhaupt erst der Grund, den Teig zusammenzurühren: Wie so häufig waren entsprechende Reste in meiner Vorratskammer aufgetaucht.

Aber diese Art Überraschung sollte jetzt so bald nicht mehr vorkommen. Denn nachdem mich J. ständig ausgelacht hat, weil ich schon wieder irgendwas in dieser Kammer gefunden hatte, von dessen Existenz ich nicht mehr wusste, habe ich selbige endlich mal wieder richtig aufgeräumt und neu sortiert. Und dabei ist jetzt alles, aber auch wirklich alles, was mit Backen zu tun hat, in einen eigenen kleinen Servierwagen gewandert.

Der steht jetzt quasi als fahrbares Magazin im Magazin und kann beim Backen neben mich gerollert werden. Alles drauf, alles drin. Mehl, Zucker, Kokos, Mohn und Schokolade, Streusel und Nüsse in ständiger Sichtweite.

Und was weg muss, kommt in den Teig. Zur Not in einen solchen.

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