Fett, lass stehen

War es nicht Ofen, ist es auch kein Kuchen – meine Meinung. Trotzdem habe ich mich mal mit einem No-bake-Cheesecake befasst. Man sollte seine Ansichten schließlich auch begründen können. Mein Fazit: Ich nenne es Dessert.

Natürlich schmeckt das Ding aus Kekskrümeln, Frischkäse und Sahne. Aber das spannende am Backen ist doch eigentlich, dass durch ansteigende Hitze im Ofen verschiedene physikalische und chemische Prozesse in Gang gesetzt werden, die einen Teig mehr oder weniger verfestigen.

No-bake-Cheesecake bleibt für mich technisch gesehen: zusammenrühren. Stehen bleibt er durch das Fett.

Die Kekskrümel kleben durch die Butter, der Frischkäse hat genug Fettanteil, um gekühlt eine Weile aufrecht zu bleiben.

Nun habe ich mich natürlich auch noch für eine Variante entschieden, die sogar ohne Gelatine auskommt. Nicht, dass ich was gegen Gelatine hätte. Das hat sich einfach so ergeben.

Wie hier ganz gut zu sehen, fängt der Frischkäse aber nach kürzester Zeit an, nach unten durchzusuppen. (Im Boden ist übrigens so viel Butter, dass dem das noch am wenigsten ausmacht.)

Und trotz der Begeisterung meiner Kollegen finde ich: Auch wenn die Crème geschmacklich überzeugt – mit der Konsistenz eines gebackenen Cheesecakes hat es einfach nichts zu tun.

Es ist ein Dessert. Ein mehr oder weniger stehendes.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s