Völlig aufgelöst

Wofür so eine Briocheform doch nicht alles gut sein kann. Angenommen, man startet eine Art Puddingexperiment und stellt – während die Milch auf dem Herd schon langsam heiß wird – fest, dass man gar keine Puddingform mehr hat. Dann, ja dann ist eine Briocheform ein prima Ersatz.

Das Experiment selbst war eher von der unspektakulären Sorte. Von meinem Knafeh-Versuch lag einfach immer noch eine große Hand voll Kadayif-Fäden im Kühlschrank. Und irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass man die in einen Pudding reinkochen könnte.

Kann man. Und zwar so, dass die Nudeln am Ende einfach gar nicht mehr vorhanden sind. Wozu das gut ist, weiß ich jetzt auch nicht so genau. Aber ausnahmsweise bin ich mal etwas kreativ geworden, habe einfach einen halben Liter Milch mit einem halben Liter Kokosmilch aufgekocht, dann Zucker, die Kadayif-Fäden, etwas Rosenwasser, zwei Esslöffel Kokosflocken und ein paar gehackt Mandeln hineingerührt und so lange gekocht, bis das ganze eine dicke Pampe war.

Um ganz sicher zu gehen, habe ich sogar noch eine großzügige Schaufel Speisestärke angerührt und im Nu war der Brei standfest. Von den Fäden nichts mehr zu sehn.

Rein in die Briocheform, raus aus der Briocheform – ein mächtiger, weißer Puddingklotz, der aber gar köstlich war. Und mich irgendwie sehr an Malabi erinnert.

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