Anbacken

Der 1. Advent rückt näher – und meine ersten Plätzchen sind schon weg. Es waren die einzigen bislang.

Ich gehöre ja auch zu denen, die sich schrecklich drüber aufregen, dass die Weihnachtsdeko jedes Jahr früher kommt. Und die Lebkuchen Ende August im Handel stehen. Und jetzt sollen irgendwo sogar schon Weihnachtsmärkte offen sein, so höre ich?

Find‘ ich doof.

Warum ich dann trotzdem Anfang November Spekulatius gebacken habe? Schwer zu erklären. Ein merkwürdiger Zustand zwischen Backlust und -trägheit. Ich wollte – und ich wollte nicht. Also was Einfaches. Was schnell geht.

Schnell? Schon die Herstellung des selbstgemachten Spekulatius-Gewürzes hat Ewigkeiten gedauert. Ich, der Mörser, Zimtstangen und Nelken und allerlei anders Gedöns darin – das rieb und rieb und schabte und rieb, bis alles endlich halbwegs fein war. (Merke: Eine weitere Mühle für Gewürze tut Not!)

Am Ende hatte ich zwar Pulver, aber der Pegel auf der Launeskala, der vorher irgendwo im mittleren Bereich dümpelte, war dann definitiv auf „mag nimmer“ abgefallen.

Ich hab den Teig über Nacht im Kühlschrank liegen lassen und am nächsten Tag war wenigstens wieder genug Elan vorhanden, um an die Fertigstellung zu gehen.

Am End‘ war ich selbst ganz angetan: Homemade Spekulatius? Ziemlich würzig, ziemlich scharf (von Ingwer), ziemlich lässig. Und keine schlechte Einstimmung auf den Advent. Zumindest scheint mir das der Blick in die schon wieder leere Dose zu sagen.

Mal sehen, wann wieder was reinkommt.

Ein Gedanke zu “Anbacken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s