Down Under – over!

Während alle Welt Australien hilft, kümmert sich Australien um mich! Dort drüben brennt der Busch, bei mir war nur der Ofen an. Den hatte ich noch im Griff – was dann rauskam, allerdings nicht mehr.

Und dann gab es Hilfestellung von ganz unerwarteter Seite.

Aber von vorn.

Unbedingt wollte ich aus „Monday Morning Cooking Club“ (*) einen der dort mehrfach vertreten Chiffon Cakes backen. Mal wieder ein Grund, sich eine Backform zuzulegen. Eine, die mir allerdings schon immer Rätsel aufgegeben hat: nämlich eine Angel Cake Form (*).

Bei uns sind die ja nicht ganz so bekannt, genauso wie die schwammartigen Kuchen, die man darin backt. Schwamm – na ja, das klingt nicht gut. Vielleicht eher schaumartig. Weich. Superfluffy. Chiffon halt.

Für ein Ottolenghi-Rezept hatte ich mir so eine Form schon einmal von K. ausgeliehen. Aber da stellte sich hinterher heraus: Es ging nur um das hohe Fassungsvermögen. Den damaligen Traubenkuchen hätte man in jeder andere großen Form auch machen können.

Der eigentliche Clou an einer Angel-Cake-Form ist aber, dass man den Kuchen sofort, nachdem man ihn aus dem Ofen geholt hat, auf den Kopf stellt. Auf diese Weise sackt die luftige Masse nicht in sich zusammen. Die Formen haben dafür oft schon drei so Zacken am oberen Rand, auf denen das Ganze stehen kann. Traditionell hängt man den Kuchen aber kopfüber auf einen Flaschenhals.

Ich alter Traditionalist hab‘ meinen ersten Sponge Cake natürlich auf eine Flasche gestülpt.

Fünf Minuten lang hing er da.

Dann lag er.

Ich habe das eigentlich vergleichsweise entspannt akzeptiert, das Foto aber auf Instagram gepostet.

Innerhalb kürzester Zeit hatte ich plötzlich Kontakt mit einer der Buchautorinnen! In mehreren Nachrichten hat sie mir alles, aber auch wirklich alles darüber geschrieben, was ich noch beachten soll und woran es vielleicht gelegen haben könnte.

Am Ende war es vermutlich die Backzeit. Mein erster Versuch war wahrscheinlich noch ein bisschen zu feucht und dadurch zu schwer.

Der zweite stand wie eine 1.

Ich muss aber eines zugeben: Die Flasche hab ich mir dieses Mal gespart und auf die Füßchen vertraut. Einmal down under reicht ja dann auch…


 

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2 Gedanken zu “Down Under – over!

  1. Im Gegenteil: Auf einer schlanken Grappaflasche könntest du die Form gar nicht so gut ausbalancieren. Und die Höhe spielt keine Rolle. Wenn man alles richtig gemacht hat, dann bleibt er auch drin. Offenbar gehört es aber zur Erfahrung mit dazu, dass er mal fällt. O-Ton Kochbuchautorin: „It’s so sad when it falls out, I feel your pain!“ und „We have all had cakes fall out of the tin.“ 😉

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