Die reine Schuld

Wenn ich irgendjemandem etwas Selbstgebackenes mitbringe, ist meine Einstellung normalerweise die des gewissenlosen Dealers: Ich bin nur der Lieferant – was du mit der Ware machst, musst du schon selbst wissen. Ich wasche meine Hände in Unschuld. Du bist erwachsen!

Bei diesem Karamell Shortbread habe ich erstmals Skrupel: „Du DARFST die nicht alleine essen!“ habe ich dem Mann eingeschärft, als ich ihm eine große Dose vollgepackt habe. „Du MUSST auch deinen Kollegen welche davon hinstellen!“

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Formlos formschön

Die Reise nach Frankreich kann bis auf weiteres verschoben werden: Dank eines netten Kommentars bin ich darauf gekommen, dass ich meine Suche nach kleinen Förmchen falsch angegangen bin. Jetzt, mit den richtigen Begrifflichkeiten, ist der Erwerb von Mini-Mini-Tartelette-Förmchen in greifbare Nähe gerückt. Und schon ist die Dringlichkeit proportional geringer geworden.

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Dauergebäck

Gelegentlich werde ich ja mal um Rat rund ums Backen gebeten. Und hilfsbereit, wie ich bin, gebe ich dann ungefragt auch gerne diesen Rat: „Rezept vor dem Anfangen einmal komplett durchlesen.“ Damit’s keine bösen Überraschungen gibt.

So hilfsbereit, so siebengscheit: Kann mir mal einer sagen, warum ich mich daran selbst nie halte?

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Werbung (nicht)

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Aus Gründen musste ich mich in jüngster Zeit häufig mit dem Thema Influencer Marketing befassen. Und mit der aktuellen Debatte um die Kennzeichnungspflicht. Jetzt frage ich mich: Ist es eigentlich auch Werbung, wenn ich sage: „Sweet“ von Yotam Ottolenghi und Helen Goh ist ein geiles Buch? Müsste ich diesen Blogbeitrag als Werbung deklarieren, auch wenn ich das Buch selbst gekauft, selbst bezahlt und alle bisher ausprobierten Rezepte selbst gebacken habe? Vielleicht schon.

Aber ich bin ja gar kein Influencer!

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Jeden Tag eine gute Ta(r)t(e) – oder zwei

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Um ehrlich zu sein: Ich bin nicht gerade bekannt dafür, beim Kochen und Backen besonders viel Rücksicht auf andere zu nehmen. Gut, dem Mann mache ich weder Fenchel noch Risotto, weil er da keinen gesteigerten Wert drauf legt. Und eine von ihm ebenfalls verabscheute Sülze herzustellen, käme mir selbst nicht in den Sinn. Aber sonst? Mach ich, was ich will. Mit Ausnahmen. Weiterlesen

Zufriedenheit hat ein Gesicht

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Auf die bin ich stolz! Sie waren interessanterweise nicht nach jedermanns Geschmack, aber ich werte das auch als Beweis dafür, dass sie irgendwie anders sind. Ich jedenfalls fand diese Schokoküchlein mit Tahina und Sesam, ebenfalls aus Ottolenghis „Sweet“, ganz außergewöhnlich. Anders und besonders. Außerdem: Dafür, dass ich mich mit den feinmotorischen Sachen ja normalerweise eher schwer tue, sind sie mir echt gut von der Hand gegangen. Find ich. Weiterlesen

Mürbteig für Millionen

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Wie oft muss ich eigentlich Fehler machen, bevor die Lernkurve nach oben geht? Einmal reicht offenbar jedenfalls nicht. Anders lässt sich ja kaum erklären, dass ich bereits zum zweiten Mal einen Mürbteig in doppelter Menge hergestellt habe – in doppelter Menge herstellen musste, um präzise zu sein. Denn hätte ich das Rezept nicht verdoppelt, hätte ich lediglich eine Schüssel voll sandiger Krümel gehabt.     Weiterlesen