Run, Guinness, run!

Etwa fünf Minuten, nachdem die Waage bestätigt hatte, dass ich im Urlaub nicht zu-, sondern gar abgenommen hatte, stand ich schon in der Küche über „Sweet“ gebeugt. Die Schokoladen-Guinness-Küchlein mit Baileys-Crèmefüllung weckten mein Interesse hauptsächlich darum, weil seit langer Zeit eine entsprechende Likörflasche im Schrank steht.

Da steht sie jetzt immer noch. Und neben ihr fünf Flaschen Guinness.

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Nice try

Immer und immer wieder, wenn andere über meine Backerei sprechen, wird früher oder später der Aprikosen Double Crumble erwähnt, den ich nach wie vor für eines der simpelsten Dinge halte, die man in einen Ofen hineinschieben kann. Auch in Variationen. Und jedes Mal muss ich mir anhören: „Aber den macht sie ja nicht. Der ist ihr ja zu einfach…“

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Schau mir in die Trauben

Trauben im Kuchen – auch irgendwie irritierend. Oder kann ich mich erinnern, je Traubenkuchen gesehen zu haben? Gut, in meiner Kindheit gab es in jeder Konditorei diesen klassischen Obstkuchen, belegt mit einer wilden Mischung unterschiedlicher Früchte unter durchsichtigem Glibber. Zwischen Banane, Kiwi und verschiedenen Beeren waren da immer auch ein paar Trauben dabei. Aber die wurden ja nicht mitgebacken. Also: Traubenkuchen – unbekannt.

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Kuchen ist die beste Medizin

„Ingwer und Rote Beete? Super, ich hab‘ sowieso noch Halsweh, da ist das ja perfekt!“ rief die Nachbarin, als ich ihr ein Stück vorbei brachte. Unter dem Aspekt hatte ich das noch gar nicht betrachtet, wurde nur kurz stutzig, weil ich den Zusammenhang von Ingwer und Halsweh nachvollzogen hatte – den von Rote Beete und Halsweh eher nicht.

Dabei ahnte die Frau gar nicht, wie recht sie tatsächlich hatte! Warum dieser Kuchen in Wahrheit ein einzigartiges Heilmittel ist: der Vitamintablette wegen!

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Einfach gebraucht

 

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Mit neuen Kochbüchern ist es bei mir, wie mit neuen Backformen: Ich brauch‘ keine.

Ich will sie aber!

Den wiederkehrenden Kampf zwischen Vernunft und Wunsch gewinnt üblicherweise der Wunsch.

Und was mache ich, wenn ich das begehrte Kochbuch dann kaufe? Ich blättere als erstes zum Kapitel „Desserts“ und backe den Kuchen. Weiterlesen

Gold wert

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Mehrfach sind mir in den vergangenen Monaten Rezepte für Friands untergekommen. Mehrfach habe ich exakt bei dem Satzteil „in die Friands-Form füllen“ aufgehört, mich weiter damit zu befassen: Ich habe keine Friands-Form. Natürlich hätte ich gern eine, seit ich von ihrer Existenz weiß, auch ohne Kenntnis über das darin zu backende Gebäck, aber jede weitere Backform wird zum Problem im Schrank.

Also: keine Friands.

Und dann kam wieder Ottolenghi.  Weiterlesen