Gut genug!

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Sommer, Früchte, Beeren – schön und gut. Aber ich brauche jetzt mal wieder was mit Substanz.

An diesen Punkt komme ich eigentlich jeden Sommer irgendwann. Gleich, wenn Spargel und Erdbeeren auf dem Markt von Aprikosen, Nektarinen und all den Beeren abgelöst werden, schwärme ich, dass das jetzt ja wohl die beste Marktsaison überhaupt sei. Die Farben, der Geschmack, die Vielfalt! Aber früher oder später geht mir das Obst auf die Nerven.

Oder, um es mal literarisch auszudrücken: „Der Beeren sind genug verbacken. Lasst mich auch endlich Schokolade sehn!“

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Die Wahl fiel auf einen sogenannten Espresso-Gugel. Nach Ewigkeiten habe ich mal wieder einen Blick in die „Lecker“-App geworfen und dabei das Rezept gefunden, das die Bloggerin Carla Kroketti hier veröffentlicht hatte. Sie wiederum hatte es wohl ausdem Backbuch Daylicious, das aus dem Blog Klitzeklein hervorgegangen ist.  Das eine oder andere Rezept von dessen Verfasserin Dani habe ich auch schon nachgebacken – da konnte eigentlich nur was Gutes rauskommen.

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Und es kam. Zwar sagt K., der Kuchen verdiene den Namen Gugel nicht und sei vielmehr ein Brownie in Gugelhupfverkleidung. Aber das tut der Sache keinen Abbruch. Sie hat ja Recht.

Dem Gatten wiederum, der sich häufig nur einmal zum Geschmack äußert („Gut! Sehr gut!“; „Eher nicht meins…“), war der Gugel an Tag zwei einen weiteren, unaufgeforderten Kommentar wert, der mich besonders erfreut: Er empfindet das von mir als Deko gewählte Salted Caramel Fudge als ganz besonderen Extra-Kick.

Im Original werden Mini-Hanutas auf dem Kuchen verteilt – die hatte ich aber weder im Haus, noch werde ich sie je im Haus haben. Ums mal ganz snobby zu sagen: Das entspricht nicht meinen Vorstellungen einer hochwertigen Süßigkeit.

Oder nein, ich will es richtig erklären: Als ich einst versuchte, weniger Süßkram zu essen, gab mir meine sehr schlaue und übrigens beste Schwiegermutter der Welt den Rat, mir zuvor immer die Frage zu stellen, ob das entsprechende Produkt überhaupt gut genug für mich sei. Danach habe ich – ich schwör! – nie wieder Snickers, Mars und Co gekauft.

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Salted Caramel Fudge allerdings ist gut genug für mich! Und noch besser für den Gugel, an dessen Rezept ich ansonsten nur eine einzige Änderung vorgenommen habe: Carla – und vermutlich auch Dani – schreibt, er käme für 100 Minuten in den Ofen, etwas, das auch bei ihr noch kein Kuchen erlebt hätte. Nun, mein Gugel hat es ebenfalls nicht erlebt: Nach 50 Minuten wurde ich nervös, nach 60 und etwa 22 Stäbchenproben habe ich ihn aus dem Herd geholt. Er war perfekt. Ist die Browniekonsistenz gar nur die Folge von 40 Minuten eingesparten Minuten? Aber der Gugel ist nicht matschig. Nur saftig.

Später habe ich bemerkt, dass Carla offensichtlich die gleiche Tortenplatte wie ich besitzt. Wenn da mal nicht alles richtig gelaufen ist!

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2 Gedanken zu “Gut genug!

  1. Pingback: Wurftechnik | Back ihm was Gscheits

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